Jan Loh

Jan Loh ist der Bonner Stadtmaler oder auch “Alle-mal-malen-Mann”. Er zieht Abend für Abend durch Bonner Kneipen und Cafés und bietet den Gästen dort seine Dienste an. Für wenig Geld zeichnet er seine Kunden, deutet ihre Handschriften oder Träume oder betreibt Gesichtsanalyse an ihnen.
In Bonn ist der Mann, dessen Alter nicht genau zu bestimmen ist, eine lokale Berühmtheit.


Weblinks

  • alle-mal-malen.de
  • Beitrag bei Deutschlandradio Kultur über den “Alle-mal-malen-Mann”

Charlotte von Hessen-Kassel

Charlotte von Hessen-Kassel, Kurfürstin von der Pfalz, (* 20. November 1627 in Kassel; † 16. März 1686 in Heidelberg) war die Gemahlin des Kurfürsten Karl Ludwig und Mutter der Liselotte von der Pfalz.

Ihre Eltern waren Wilhelm V. von Hessen-Kassel und Amalie Elisabeth von Hanau-Münzenberg.


Leben

Charlotte von Hessen-Kassel führte eine unglückliche Ehe mit Karl Ludwig, die dazu führte, dass die gemeinsame Tochter Liselotte zu ihrer Tante Sophie von der Pfalz nach Hannover geschickt wurde und dass sich Karl Ludwig eine Geliebte, Luise von Degenfeld, nahm.

Wegen dieser Verbindung kam es zum Eklat, der dazu führte, dass sich Karl Ludwig wegen ihren “ungehorsamen, halsstarrigen, verdrießlichen und widerspenstigen” Verhaltens scheiden ließ und Luise von Degenfeld heiratete.


Persönlichkeit

Charlotte von Hessen-Kassel galt als unerträglich launisch. Sophie von der Pfalz schreibt im Jahr 1686 über die Vorbereitungen zu Charlottens Beerdigung:

Das war das einzige Mal, daß man sie ankleidete, ohne daß sie die Leute angefahren oder geschlagen hätte.

Sophie erzählt in ihren Memoiren anschaulich von den Auseinandersetzungen am kurfürstlichen Hof:

Denn, indem sie das Kabinett der Degenfeld durchstöberte, fand sie nicht nur alle die Liebesbriefchen des Kurfürsten, sondern auch all die Schmucksachen, die er ihr geschenkt hatte. Das versetzte sie in eine Wut und sie ließ mich und meine Schwester rufen. Die Degenfeld hatte ihrerseits den Kurfürsten benachrichtigen lassen, und als wir eintrafen, erblickten wir einen ganz außergewöhnlichen Auftritt. Der Kurfürst stand vor seiner Geliebten, um die Schläge abzuwehren, die sie von seiner Gemahlin hätte bekommen können, die Kurfürstin ging im Zimmer hin und her und hatte alle Schmucksachen der Degenfeld in den Händen. Voll Zorn kam sie auf uns zu und schrie: Prinzessinnen, schaut her, das alles ist der Lohn der Hure, das alles ist nicht für mich bestimmt. Als der Kurfürst ihr sagte, sie solle die Juwelen derjenigen, der sie gehörten, zurückgeben, warf sie alles durchs Zimmer und kreischte: Wenn sie mir nicht gehören sollen, nun dann sind sie da, und da, und hier!

Zitiert nach W. von Moers-Messmer: Heidelberg und seine Kurfürsten.

Pfalz Gelnhausen

Die Kaiserpfalz Gelnhausen (auch Barbarossaburg genannt) geht wie die Stadt Gelnhausen auf eine Gründung Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) zurück. Das ehemals von der Kinzig umflossene Wasserschloss wurde auf 12.000 Eichenpfählen gegründet.

Die Pfalz war bereits 10 Jahre nach Gründung der Stadt Gelnhausen im Jahre 1180 Schauplatz des wichtigen Reichstages. Heinrich dem Löwen wurde auf diesem Reichstag in Abwesenheit der Prozess gemacht und seine Länder neu aufgeteilt.

Der Niedergang der Pfalz setzte im 14. Jahrhundert ein, als 1349 Kaiser Karl IV. die Burg mit der Stadt an den Grafen von Schwarzburg versetzte und sie nie auslöste. Im Jahre 1431 erwarben der Graf von Hanau und der Pfalzgraf Ludwig III. Pfalz und Stadt von Graf Heinrich von Schwarzburg. Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Stadt und die Pfalz stark zerstört. Kaiserliche und schwedische Truppen brannten das Hauptgebäude der Pfalz nieder.

Nach dem Aussterben des Hauses Hanau im Jahre 1736 fiel Gelnhausen an Hessen-Kassel. Die Pfalz wurde bis 1811 als Steinbruch genutzt und aufgrund ihrer Baufälligkeit musste 1856 die Kapelle abgerissen werden. Ende des 19. Jahrhunderts und während des 20. Jahrhunderts wurden erste Sicherungsarbeiten durchgeführt, um die Reste der Pfalz für die Nachwelt zu erhalten.

Heute sind nur noch Teile der Anlage erhalten, darunter die vollständige Ringmauer und ein Rest des Palas.

Die Pfalz gehört heute zur Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen und ist gegen Eintritt der Öffentlichkeit zugänglich.


Weblinks

  • Pfalz Gelnhausen bei burgenwelt.de
  • Stadtführung

Gloster Gladiator

Der Gloster Gladiator (schwedische Bezeichnung J8) war das letzte Doppeldecker-Jagdflugzeug der Royal Air Force. Die Weiterentwicklung der Gauntlet flog zuerst im September 1934 und wurde bei der Royal Air Force im Januar 1937 eingeführt.

Die Auslegung der Gladiator war typisch für einen Doppeldecker der frühen 30er Jahre: verstrebte Flügel, stoffbespannter Rumpf, starres Fahrwerk und ein Sternmotor. Fortschrittlicher war die geschlossene Pilotenkanzel und die hydraulischen Landeklappen.

Die Gladiator war bereits vor Beginn des Zweiten Weltkriegs den als Eindecker ausgelegten moderneren Jagdflugzeugen unterlegen. Das einzige ebenbürtige Jagdflugzeug, gegen das die Gladiator im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde, war der genauso veraltete italienische Fiat CR.42 Doppeldecker.


Versionen und Produktion

Der Prototyp mit der Bezeichnung S.S.37 flog im September 1934 und war mit einem Bristol Mercury VIS Sternmotor (645 PS / 475 kW) ausgestattet. Nach einer Begutachtung des Modells empfahl das britische Luftfahrtministerium dem Hersteller, es mit einem stärkeren Motor auszurüsten. Man entschied sich bei Gloster dazu, einen Bristol Mercury IX Sternmotor (840 PS / 618 kW)mit zweiblättrigem Holzpropeller einzubauen. Der entsprechende Prototyp flog erstmals am 3. April 1935 und ging daraufhin in die Serienproduktion. Die ersten 203 Exemplare gingen als Gladiator Mk I an die Royal Air Force. Ab 1937 fertigte man das Muster mit einem dreiblättrigen Metallpropeller statt der hölzernen Version.

Im Jahre 1938 erschien eine neue Variante mit einem etwas stärkeren Bristol Mercury VIIIAS Sternmotor (850 PS / 625 kW) und kam als Gladiator Mk II in die Serienproduktion.

Die trägergestützte Version wurde als Sea Gladiator bezeichnet. Im Jahre 1938 wurden dazu 38 Stück der Variante Gladiator Mk II entsprechend umgerüstet. Weitere 60 wurden direkt ab Werk geliefert. Dieser Typ erlangte bei der Verteidigung Maltas gegen italienische Luftangriffe vom 16. bis 28. Juni 1940 Berühmtheit, als es dreien dieser Flugzeuge gelang, die Insel relativ erfolgreich vor italienischen Bombern zu schützen.

Schweden erwarb eine Fertigungslizenz und produzierte die Flugzeuge unter der Bezeichnung J8 (entspricht Gladiator Mk I) und J8A (Gladiator Mk II).

Bis Produktionsende im April 1940 wurden 682 Exemplare gebaut, davon 216 für den Export. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Verwendung des Typs außerhalb der Royal Air Force:

Land Stückzahl Verwendungszeitram
Ägypten     18 Gladiator I + 25 Gladiator II (ex-RAF)    1939-44
Australien     39 Gladiator I und II (ex-RAF)     ab 1940
Belgien     22 Gladiator I     1937-40
China (Republik)    36 Gladiator I     ab 1937
Finnland     12 Gladiator I + 30 Gladiator II (ex-RAF)    1940-45
Griechenland     27 Gladiator I + 14 Gladiator II (ex-RAF)    1937-41
Irak     15 Gladiator I + 29 Gladiator I und II (ex-RAF)    1938-51
Irland     4 Gladiator I     1938-44
Lettland     26 Gladiator I     1938-40
Litauen     14 Gladiator I     1939-40
Norwegen    6 Gladiator I + 6 Gladiator II    1938-40
Portugal    15 Gladiator I + 15 Gladiator II (ex-RAF)    1938-52
Schweden    37 J8 + 18 J8A (nur bis 1942)    1937-47
Sowjetunion    5 ex-lettische und 12 ex-litauische Gladiator I    ab 1940
Südafrika    1 Gladiator I + 11 Gladiator II (ex-RAF)    1939-41

Den deutschen Truppen fielen beim Vormarsch im Baltikum 13 Gladiator I in die Hände, die meisten auf dem Flugplatz Schaulen, wie eine Beutemeldung vom Juli 1941 zeigt. Sie trugen alle sowjetische Hoheitszeichen, als sie per Bahn im Reich eintrafen. Darunter kamen dann lettische rote Hakenkreuze, bei einigen auch die litauischen weißen Doppelkreuze zum Vorschein. Mindestens zehn der Flugzeuge wurden wieder flugfähig gemacht und vorwiegend bei der Ergänzungsgruppe (S) 1 in Langendiebach bei Frankfurt zum Schleppen von Lastenseglern DFS 230 eingesetzt.


Technische Daten

Kenngröße Daten
Länge    8,36 m
Flügelspannweite    9,83 m
Flügelfläche;   30,20 m²
Antrieb    Ein Bristol Mercury IX Sternmotor mit 840 PS
Höchstgeschwindigkeit    406 km/h in 4.420 m Höhe
Reichweite    660 km
Besatzung    1 Mann
Dienstgipfelhöhe    10.200 m
Steiggeschwindigkeit    720 m/min
Leergewicht    1.577 kg
Fluggewicht    2.155 kg
Bewaffnung    Vier 7,7-mm-MGs, zwei 45 kg-Bomben


Weblinks

  • Informationen über die Gloster Gladiator bei Aeroflight.co.uk (englisch)
  • World Air Forces Database - umfangreiche Informationsdatenbank über die Verwendung von Flugzeugen im Laufe der Geschichte (englisch)
  • Gloster Gladiator der Shuttleworth Collection


Siehe auch

  • Liste von Flugzeugtypen
  • Britische Flugzeuge im Zweiten Weltkrieg
  • Gloster Aircraft Company

Auguste von Preußen (1780–1841)

Auguste Christine Friederike Prinzessin von Preußen (* 1. Mai 1780 in Potsdam; † 19. Februar 1841 in Kassel) war die Tochter von König Friedrich Wilhelm II. von Preußen und Friederike Luise, geborene Prinzessin von Hessen-Darmstadt.

Sie heiratete Kurfürst Wilhelm II. von Hessen-Kassel (* 1777; † 1847). Aus dieser Ehe gingen hervor:

  • Wilhelm Friedrich Karl Ludwig (* 1798; † 1802)
  • Caroline (* 1799; † 1854)
  • Luise Friederike (* 1801; † 1803)
  • Friedrich Wilhelm (* 1802; † 1875) – verheiratet mit Gertrude Lehmann (* 1806; † 1882)
  • Marie Friederike Christine (* 1804; † 1888) – verheiratet mit Bernhard II., Herzog von Sachsen-Meiningen (* 1800; † 1882)
  • Ferdinand (*/† 1806)

Die Ehe von Auguste und Wilhelm bestand schon bald nach der Geburt der letzten Tochter nur noch auf dem Papier. Seit 1815 lebten die beiden getrennt. Die Kurfürstin zog in das Schloss Schönfeld bei Kassel, Wilhelm lebte mit seiner Geliebten und späteren zweiten Ehefrau, Gräfin Emilie von Reichenbach-Lessonitz (* 1791; † 1843) zusammen. Um die Kurfürstin bildete sich ein zum Kurfürsten oppositioneller, der Romantik nahe stehender Zirkel, benannt nach dem Wohnsitz der Kurfürstin als „Schönfelder Kreis“, dem neben Kurfürstin und Kurprinz auch der in Kurhessen später führende Minister Ludwig Hassenpflug, Joseph von Radowitz , die Brüder Grimm und andere Intellektuelle angehörten. Dieser Kreis wurde vom Kurfürsten 1823 gesprengt, indem er dessen Mitglieder, soweit sie Staatsbeamte und Offiziere waren, in die Provinz versetzte und den Kurprinzen ins „Exil“ nach Marburg schickte.

Auguste war eine begabte Malerin. Unter den von ihr hinterlassenen Werken befinden sich auch Selbstporträts.


Literatur

  • Gerd Fenner, Ewald Grothe, Marianne Heinz, und Heidrun Helwig : Kurfürstin Auguste von Hessen (1789-1841) in ihrer Zeit. Brüder-Grimm-Gesellschaft Kassel 1995.
  • Ewald Grothe: Kurfürstin Auguste von Hessen-Kassel und der Schönfelder Kreis. In: Fürstenhof und Gelehrtenrepublik. Hessische Lebensläufe des 18. Jahrhunderts. Hrsg.: Bernhard Heidenreich. Wiesbaden 1997, S. 53 – 60.

Passroute

Passrouten sind bestimmte festgelegte Laufwege der Passempfänger beim American Football. Hier sind die Passspielzüge neben den Laufspielzügen eine von nur zwei Möglichkeiten für die Offense Raumgewinn zu erzielen.
Die verschiedenen Receiver (Wide Receiver, Tight Ends oder Runningbacks) laufen dabei folgende festgelegten Routen:

  • Streak/Go/Fly: einfach geradeaus
  • Fade: fast wie eine Streak-Route, nur dass der Wide Reveiver leicht nach außen ‘abdriftet’
  • Post: mehr oder weniger viele Yards geradeaus, dann mit einem Knick von ca. 45° nach innen - zum Goal Post den Torpfosten im American Football
  • Corner: wie ein Post, mehr oder weniger viele Yards geradeaus, dann mit einem Knick von ca. 45° nach außen - zur Spielfeld Ecke Corner
  • Slants: einige Yards geradeaus, dann mit einem Knick von ca. 60° nach innen
  • In/Out: mehr oder weniger viele Yards geradeaus, dann im rechten Winkel nach innen/außen
  • Curl/Hook: mehr oder weniger viele Yards geradeaus, dann eine Drehung um ca. 180° (der Pass ist während der Drehung meist schon unterwegs)
  • Comeback: wie ein Hook, nur dass der Wide Reveiver dem Quarterback entgegenkommt
  • Flats/Flare/Wheel: den Runningbacks vorbehaltene Routen, die einfach nach außen aus dem Backfield führen

Ilknur Bahadir

Ilknur Bahadir (* 1972 in Izmir, Türkei) ist eine deutsche Schauspielerin.


Theater

  • München
  • Wuppertal
  • Zürich
  • Basel
  • Berlin
  • Köln
  • Hannover


Fernsehen

  • 1995/1996 lieh sie ihre Stimme für “Ben Annemin Kiziyim – Ich bin Tochter meiner Mutter”.
  • Ganz unten, ganz oben
  • “Der Neffe” (1996)
  • Polizeiruf 110 (1998)
  • Tatort (1999)
  • Polizeiruf 110 (1999)
  • “Schimanski muss leiden” (2000)
  • Polizeiruf 110 (2000)
  • 2006 war sie für einige Folgen in der RTL-Serie Hinter Gittern zusehen.


Kino

  • Tattoo (2002 – Thriller – Kinodebüt)

Black’s Law Dictionary

Black’s Law Dictionary (Blacks Rechtswörterbuch) ist das maßgebliche Rechtswörterbuch für das Recht der Vereinigten Staaten. Es wurde in vielen Fällen vom Supreme Court als juristische Autorität zitiert. Die neueste Auflage, von der es auch gekürzte Ausgaben und Taschenausgaben gibt, ist sowohl für Laien als auch für Studenten ein nützlicher Ausgangspunkt angesichts von unbekannten Begriffen aus dem juristischen Bereich. In juristischen Papieren und Urteilsbegründungen ist es das bevorzugte Referenzwerk für Definitionen.

Black’s Law Dictionary wurde von Henry Campbell Black gegründet. Die erste Ausgabe erschien 1891, die zweite Ausgabe 1910. Die aktuelle achte Auflage erschien im Jahr 2006.

Erstsemester

Erstsemester (Erstsemestrige, Erstsemestler (Niederhessisch), Erstis, Ersies (nur in Hannover)) sind Studenten, die in ihrem Studiengang im 1. (Fach-)Semester eingeschrieben sind.

Da Erstsemestler normalerweise direkt nach dem Abitur bzw. der Matura an der Schule nun in eine fremde Stadt an die Universität oder Fachhochschule kommen, sind sie in vielen Dingen noch unerfahren. An vielen Universitäten werden daher spezielle Einführungsprogramme für Erstsemestler angeboten. Bei diesen Einführungsprogrammen (mancherorten auch “O-Phase” oder “Orientierungsphase” genannt) kann es sich um Spieleabende, Partys, Stadtrallyes, spezielle Vorlesungen oder auch Tutorenprogramme handeln. Diese Veranstaltungen sollen den Erstsemestlern den Einstieg in das Studium erleichtern und ihnen die Möglichkeit bieten, sich schneller in der neuen Umgebung einzuleben. Sie werden zumeist von den entsprechenden Fachschaften oder Fakultäten organisiert, die häufig auch die Beratung von Schülern und Studieninteressierten vornehmen und ihnen Informationsmaterial bieten.

Wertberichtigung

Unter Wertberichtigungen wird in der Handelsbilanz die Summe derjenigen Korrekturen des Bilanzwertes an Gegenständen des Umlaufvermögens oder Anlagevermögens verstanden, die nach dem Niederstwertprinzip bei der Bewertung zum Bilanzstichtag nach HGB angesetzt werden.

Dabei handelt es sich um ein Prinzip der Vorsicht, um vorhandene Risiken in der Bilanz transparent zu machen. Liegt der Marktwert oder Wiederbeschaffungspreis eines Vermögensgestandes unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten wird die Wertdifferenz als außerordentlicher Aufwand in der Erfolgsrechnung als Wertberichtigung aufgenommen und ausgewiesen. Werden Marktpreise, beispielsweise für börsennotierte Anleihen, Aktien oder Vorräte zugrundegelegt, muss bei höheren Marktpreisen an folgenden Bilanzstichtagen keine höhere Bewertung angesetzt werden.

Bereits eingetretene Verluste, beispielsweise Forderungsverluste sind hingegen Abschreibungen, die auch steuerlich geltend gemacht werden können.

Nach anderen Bilanzierungsverfahren (IFRS, IAS 16 und IAS 39) wird von Neubewertungsreserven gesprochen.

Siehe auch:

  • Einzelwertberichtigung,
  • Pauschalwertberichtigung