Lotta (Begriffsklärung)

Lotta (schwed. Kurzform von Charlotte) bezeichnet:

  • Lotta, eine deutsche antifaschistische Zeitschrift aus Nordrhein-Westfalen
  • Lotta in Love, eine deutsche Telenovela des Fernsehsenders Pro7 (2006–2007)
  • Lotta Svärd, ein Gedicht des finnlandschwedischen Dichters Johan Ludvig Runeberg (1860)
  • Lotta zieht um, ein Kinderbuch der schwedischen Autorin Astrid Lindgren (1961)

Lotta ist der Vorname folgender Personen:

  • Lotta Engberg (* 1963), schwedische Pop- und Dansbandsängerin und Klavierspielerin
  • Lotta Schelin (* 1984), schwedische Fußballspielerin

Siehe auch:

  • Lottabewegung, Lotte, Lotti, Charlotte (Begriffsklärung)

Links

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  • Wirbel (Spieltechnik)

    Als Wirbel wird ein wiederholter, schneller Wechsel der Trommelschlegel bei Schlaginstrumenten bezeichnet. Damit wird auf einem Schlaginstrument, etwa einer Pauke oder einer Kleinen Trommel (Snare Drum), ein anhaltendes Geräusch erzeugt. Der Wirbel wird als Tremolo oder Triller notiert.

    Die Technik des Trommelwirbels wird auch als Mühle bezeichnet und wird durch kontinuierliches Training von Doppelspringschlägen (rebound strokes) erlernt. Die rechte und die linke Hand führen dabei abwechselnd zwei gleichartige Schläge aus. Bei einem schnellen Wirbel wird der jeweils zweite Schlag einer Zweiergruppe (bzw. einer Hand) passiv ausgeführt. Hierbei wird das elastische Nachfedern des ersten Schlages genutzt um diesem einen zweiten Schlag anzufügen.

    R = Rechte Hand, L = Linke Hand (in 4-teln)

    | R-R-L-L | R-R-L-L | R-R-L-L | R-R-L-L |

    Der Snare-Teppich, auch Zitter genannt, an der Unterseite einer Snare Drum unterstützt durch seine vibrierende Funktion die “akustische Dichte” eines Wirbels und führt bei schnell und sauber ausgeführter Technik dazu, dass das menschliche Gehör die einzelnen Schläge kaum mehr voneinander unterscheiden kann.


    Siehe auch

    • Rudiments

    Links

    • Christian V. (Dänemark und Norwegen)

      thumb|Christian V. von Dänemark
      Christian V. (* 15. April 1646 in Flensburg; † 25. August 1699 in Kopenhagen), König von Dänemark und Norwegen 1670 - 1699.

      Seine Eltern waren Friedrich III. und Sophia Amalia, Tochter von Georg von Braunschweig und Lüneburg-Calenberg.

      Christian war auf seine königlichen Pflichten kaum vorbereitet. Erst kurz vor dem Tod des Vaters wurde er in die Regierungsgeschäfte mit einbezogen. Stark auf Berater angewiesen, gewann vor allem Peder Schumacher Griffenfeld an Macht und Einfluss.

      Christian führte von 1675 bis 1679 während des Schonischen Krieges einen erfolglosen Kampf um die Provinzen Schonen, Blekinge und Halland gegen Schweden.

      Kein großer Staatsmann, war er aber auf Grund seiner Einfachheit bei der Bevölkerung sehr beliebt.


      Nachkommen

      Er heiratete Charlotte Amalie (1650-1714), eine Tochter von Wilhelm VI. von Hessen-Kassel, mit der er folgende Kinder hatte:

      • Friedrich IV. (* 11. Oktober 1671; † 12. Oktober 1730)
      • Christian (* 1. Dezember 1672; † 25. Januar 1673)
      • Christian (* 26. März 1675; † 27. Juni 1695)
      • Sophie (* 28. August 1677; † 13. März 1735)
      • Christiane (* 18. Januar 1679; † 24. August 1689)
      • Karl (* 26. Oktober 1680; † 8. August 1729)
      • Wilhelm (* 21. Februar 1687; † 28. November 1705)

      Außerdem hatte er noch einige uneheliche Kinder:

      • Greve
      • Christian (* 28. Februar 1674; † 16. Juli 1703)
      • Ulrich (* 14. Juni 1678; † 8. Dezember 1719)
      • Christiane (* 7. Juli 1672; † 12. September 1689)
      • Sophie (* 1675; † 1684)
      • Anna (* 1676; † 1699)


      Siehe auch

      • Charlotte Amalie, Hauptstadt der Amerikanischen Jungferninseln


      Weblinks

      Links

      • Schwäbisch Gmünd

        Schwäbisch Gmünd ist eine Stadt im Osten Baden-Württembergs etwa 50 km östlich von Stuttgart. Sie ist nach der Kreisstadt Aalen die zweitgrößte Stadt des Ostalbkreises. Für die umliegenden Gemeinden bildet Schwäbisch Gmünd ein Mittelzentrum. Von 1805 bis 1934 hieß die Stadt amtlich GmündWürttembergisches Städtebuch von 1962 – dies ist im örtlichen Sprachgebrauch weiterhin eine gängige Bezeichnung.

        Seit 1. April 1956 ist Schwäbisch Gmünd Große Kreisstadt. Mit der Gemeinde Waldstetten hat die Stadt Schwäbisch Gmünd eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart. Bis zur Kreisreform zum 1. Januar 1973 war Schwäbisch Gmünd Kreisstadt eines eigenen Landkreises (Schwäbisch Gmünd; KFZ-Kennzeichen GD), zuvor Sitz des Oberamts Gmünd. Im selben Jahr wurde die Stadt Sitz des neu gegründeten Regionalverbandes Ostwürttemberg.


        Geografie

        Schwäbisch Gmünd liegt zwischen den Randhöhen des Welzheimer Waldes (Teil des Schwäbisch-Fränkischen Waldes) im Norden und des östlichen Vorlandes der Schwäbischen Alb im Süden in einer Talweitung der Rems sowie im Mündungsgebiet einiger Nebenbäche. Die Rems betritt von Böbingen kommend im Osten das Stadtgebiet, durchfließt dann in westlicher Richtung Zimmern, Hirschmühle und Hussenhofen, anschließend die Kernstadt, um es dann im Westen in Richtung Lorch wieder zu verlassen.


        Nachbargemeinden

        Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Schwäbisch Gmünd. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

        Mutlangen, Durlangen, Täferrot, Iggingen, Böbingen an der Rems, Heubach, Bartholomä (alle Ostalbkreis); Lauterstein (Landkreis Göppingen); Waldstetten (Ostalbkreis); Donzdorf, Ottenbach, Göppingen und Wäschenbeuren (alle Landkreis Göppingen); Lorch (Ostalbkreis) sowie Alfdorf (Rems-Murr-Kreis)


        Stadtgliederung

        Das Stadtgebiet Schwäbisch Gmünds besteht aus der Kernstadt, dem 1938 eingemeindeten Wohnplatz Wetzgau, der 1958 eingegliederten Gemeinde Bettringen (Ober- und Unterbettringen) sowie den im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten acht Gemeinden Bargau, Degenfeld, Großdeinbach, Herlikofen, Lindach, Rechberg, Straßdorf und Weiler in den Bergen mit ihren jeweils zugehörigen Ortsteilen und Weilern. Alle eingegliederten Orte bilden heute zum einen der zehn Ortschaften (Bargau, Degenfeld, Bettringen, Großdeinbach, Hussenhofen, Herlikofen, Lindach, Rechberg, Straßdorf und Weiler) im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit je einem von der Bevölkerung der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher an der Spitze und zum anderen bildet Wetzgau zusammen mit Rehnenhof den Stadtteil Rehnenhof-Wetzgau, der anstelle eines Ortschaftsrats einen Bezirksbeirat hat. In jedem Stadtteil gibt es ein Bezirksamt.

        Zu den eingegliederten Gemeinden gehören teilweise eine Vielzahl meist räumlich getrennter Wohnplätze oder Ortsteile. Davon haben die meisten eine lange eigenständige Geschichte. Andere wiederum wurden auch als neue Baugebiete angelegt, erhielten dann einen eigenen Namen, haben aber oftmals keine festgelegten Grenzen. Im Einzelnen gehören

        • zu Bettringen: Hetzenbühl, Kellerhaus, Lindenhof, Talacker und Unterer Lauchhof
        • zu Bargau: Birkhof, Oberer Lauchhof und Schlössle
        • zu Degenfeld: Hornberg
        • zu Großdeinbach: Kleindeinbach, Hangendeinbach, Wustenriet, Waldau, Haselbach-Söldhaus, Radelstetten, Sachsenhof und Ziegerhof
        • zu Herlikofen: Gmünder Feld
        • zu Hussenhofen: Birkhof, Hirschmühle, Zimmern und Burgholz
        • zu Lindach: Grünhalde und Schloss Lindach
        • zu Rechberg: Bärenhöfle, Birkhäusle, Braunhäusle, Fuchshof, Häge, Heustaig, Hohenrechberg, Kleinishof, Kratzerhöfle, Krempelhaus, Ödengehren, Schlossberg, Schurrenhof, Starrenhof, Stollenhäusle, Stollenhof, Unterer Kleinishof und Ziegelhütte
        • zu Straßdorf: Hinterhochstett, Hokenschue, Hummelhalden, Metlangen, Reitprechts, Schirenhof, Schönbronn und Vorderhochstett
        • zu Weiler in den Bergen: Bilsenhof, Giengerhof, Herdtlinsweiler, Krieghof, Oberer Haldenhof, Ölmühle, Steinbacher Höfe und Unterer Haldenhof

        Rehnenhof-Wetzgau hat keine weiteren Wohnplätze.


        Raumplanung

        Schwäbisch Gmünd bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Ostwürttemberg. Zum Mittelbereich Schwäbisch Gmünd gehören die Städte und Gemeinden im Westen des Ostalbkreises, und zwar Bartholomä, Böbingen an der Rems, Durlangen, Eschach, Göggingen (Württemberg), Gschwend, Heubach, Heuchlingen, Iggingen, Leinzell, Lorch, Mögglingen, Mutlangen, Obergröningen, Ruppertshofen, Schechingen, Spraitbach, Täferrot und Waldstetten.


        Geschichte

        thumb|Schwäbisch Gmünd 1750


        Geschichte von Schwäbisch Gmünd

        Die ersten Siedlungsspuren reichen bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. zurück, als sich römische Soldaten zur Sicherung des nahegelegenen Limes ansiedelten. Diese blieben dort, bis im 3. Jahrhundert die Alemannen die Grenzanlagen überrannten und sich in den von den Römern verlassenen Gebieten niederließen.

        Ob sich der Name Gamundias, den im 9. Jahrhundert eine auf den Namen Karls des Großen gefälschte Urkunde des Klosters Saint Denis bei Paris erwähnt, auf Gmünd bezieht, ist höchst unsicher. Archäologische Hinweise auf eine von Abt Fulrad von Saint Denis angelegte Zelle fehlen.

        thumb|Schwäbisch Gmünd um 1900
        Die prägendste Periode für Gmünd war die Zeit der Staufer. Ihre Spuren können noch heute in der ältesten Stauferstadt gefunden werden. Mit dem Ausgang des Hauses der Staufer erlangte Gmünd die Reichsunmittelbarkeit (Freie Reichsstadt) und konnte sich ein kleines Herrschaftsgebiet erwerben. Neben der eigentlichen Stadt gehörten die Amtsorte Bettringen, Spraitbach, Iggingen und Bargau zum „Staatsgebiet“. Jeder dieser Amtsorte war Sitz einer Vogtei, die meist weitere Dörfer verwaltete.

        Ein vermutlich um 1400 entstandenes Geschichtswerk, das offenbar der Stadt gewidmet ist, ist die Gmünder Kaiserchronik.

        1449 wurde in der Schlacht bei Waldstetten das Aufgebot der Städte Gmünd und Hall vom Heer des Grafen Ulrich von Württemberg besiegt.

        1746 wurde die Vogtei Bargau aufgehoben und der Vogtei Bettringen angegliedert. Zum Amt Spraitbach zählten Teile der Orte Pfahlbronn, Vorder- und Hintersteinenberg, Zimmerbach, Durlangen, Mutlangen, Wetzgau sowie Groß- und Kleindeinbach. Zum Amt Bettringen zählten Weiler, Bargau, Teile von Ober- und Unterböbingen, der größte Teil von Lautern, Mögglingen und Dewangen. Zu Iggingen gehörten Herlikofen, Hussenhofen und die Hälfte von Straßdorf. 1535 bis 1629 gab es noch eine Vogtei Mögglingen, zu der Dewangen und Lautern gehörte. Dann kam Dewangen zu Iggingen und Mögglingen und Lautern zu Bettringen.

        1802 kam das Gebiet der Freien Reichsstadt Gmünd an Württemberg. Die Stadt wurde Sitz des Oberamtes Gmünd, aus dem 1938 der Landkreis Schwäbisch Gmünd hervorging.

        1905 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 20.000, wodurch Schwäbisch Gmünd Mittelstadt wurde. 1935 wurde sie Stadtkreis im Sinne der Deutschen Gemeindeordnung, verblieb aber innerhalb des Oberamtes bzw. Landkreises Schwäbisch Gmünd. 1945 wurde Schwäbisch Gmünd zur „unmittelbaren Kreisstadt“ und mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt.


        Geschichte der Stadtteile

        Bargau wurde 1326 erstmals urkundlich erwähnt mit der „Veste Bargau“, einer Burg südlich von Bargau auf einem Vorsprung des Scheuelberges. Über die Herren von Rechberg und Rothenlöwen und die Ritter von Urbach sowie die Herrschaft Weißenstein kam der Ort 1544 an die Reichsstadt Gmünd. Diese unterhielt in Bargau eine Vogtei, dessen Sitz auf der Burg war. 1746 wurde Bargau der Vogtei Bettringen zugeordnet. 1802 wurde Bargau württembergisch und wurde 1803 dem neu gegründeten Oberamt Gmünd angegliedert.

        Bettringen wurde 1218 erstmals urkundlich erwähnt. Es gab einen Ortsadel, die Herren von Bettringen. Auch das Kloster Lorch hatte Besitzungen. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte Bettringen zur Reichsstadt Gmünd. Es wurde zwischen Ober- und Unterbettringen unterschieden. Gmünd erhob Oberbettringen zum Amtsort. Die Vogtei residierte im so genannten Turm, der 1813 abgebrochen wurde. Nach dem Übergang Gmünds an Württemberg 1802 wurde Oberbettringen eine selbständige Gemeinde innerhalb des Oberamts Gmünd, zu der auch Unterbettringen gehörte. 1934 wurde der Gemeindename in „Bettringen“ geändert.

        Das jenseits des 630 m hohen Furtlepasses gelegene Degenfeld entstand wohl vor 1200 am Fuße einer Burg der Grafen von Degenfeld. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Degenfeld 1281. Im Jahr 1625 wurde Christoph Martin von Degenfeld in den Freiherrenstand und 1716 (oder schon 1710) wurde Christoph Martin II. von Kaiser Karl IV. gar in den Reichsgrafenstand erhoben. Die Herren von Degenfeld konnten jedoch nur über die Hälfte des Ortes herrschen. Die andere Hälfte stand unter der Herrschaft Rechbergs, wobei der Fluss Lauter die Grenze beider Herrschaftsbereiche bildete. Rechts des Bächleins gehörte der Besitz den Degenfeldern, links den Rechbergern. Wegen Streitigkeiten verkaufte Christoph von Degenfeld 1597 seine Hälfte an Herzog Friedrich von Württemberg, welches den Ort dem Klosteramt zuteilte und reformierte. Zwischen 1791 und 1806 wurde der rechbergische Teil Degenfelds gemeinsam mit Württemberg verwaltet, bevor der Ort 1806 ganz zu Württemberg kam und ab 1809 eine Gemeinde des württembergischen Oberamts Gmünd wurde.

        Großdeinbach wurde 1271 und 1275 urkundlich erwähnt als „Tainbuch“ bzw. „Tainbuoch“. Im Laufe der Zeit entstanden die Siedlungen Kleindeinbach, Hangendeinbach, Wustenriet, Radelstetten, Waldau, Haselbach-Söldhaus. Die Siedlungen gehörten überwiegend zum Kloster Lorsch. Die Orte wurden vom Klosteroberamt Lorch verwaltet. Auch die Reichsstadt Gmünd und die Herren von Rechberg hatten Güter. 1803 kam der Ort an Württemberg und 1807 zum Oberamt Welzheim. 1810 wurde eine eigenständige Gemeinde Großdeinbach gebildet, die zum Oberamt Gmünd gehörte. Zu ihr gehörten die Orte Groß-, Klein- und Hangendeinbach, Wustenriet, Waldau, Haselbach-Söldhaus, Pfersbach, Lenglingen, Radelstetten, Schnellhöfle, Beutenhof, Sachsenhof, Ziegerhof und Wetzgau. Letzteres wurde 1938 abgetrennt und nach Schwäbisch Gmünd eingegliedert. Bei der jüngsten Gebietsreform kam Pfersbach zur Nachbargemeinde Mutlangen, Lenglingen zur Stadt Göppingen und Schnellhöfe mit Beutenhof zur Stadt Lorch.

        Herlikofen wurde erstmals 1225 als „Herlekoven“ erwähnt. Westlich des Ortes, beim heutigen Wohngebiet „In der Eck“, befand sich eine staufische Burg, von der nur noch Wall und Graben erhalten sind.Stadtteil Herlikofen auf der Website von Schwäbisch Gmünd Schon früh gehörte der Ort zur Reichsstadt Gmünd und war der Vogtei Iggingen unterstellt. 1802 kam der Ort zu Württemberg und blieb aber noch zunächst bei Iggingen. Erst 1820 wurde Herlikofen unter Einbeziehung von Hussenhofen zur eigenständigen Gemeinde innerhalb des Oberamts Gmünd erhoben, in welche 1938 der Wohnplatz Zimmern der Gemeinde Oberböbingen eingegliedert wurde. Nach der Eingliederung in die Stadt Schwäbisch Gmünd wurde Hussenhofen mit Zimmern als eigener Stadtteil abgetrennt.

        Hussenhofen, zu dem unter anderem auch Zimmern und Hirschmühle gehören, war bis 1969 ein Ortsteil der Gemeinde Herlikofen. Erst mit der Eingliederung nach Schwäbisch Gmünd wurde Hussenhofen ein eigenständiger Stadtteil. Hussenhofen wurde um 1250 erstmals als „Huzzenhovin“ erwähnt, als ein Gmünder Bürger seinen Besitz an das Kloster Gotteszell verkaufte. Schon bald gehörte der Ort zur Reichsstadt und kam mit dieser 1802 an Württemberg. Hier gehörte er mit dem Mutterort Herlikofen zunächst zur Bürgermeisterei Iggingen und wurde um 1820 Teil der selbständigen Gemeinde Herlikofen innerhalb des Oberamts Gmünd. Zimmern wurde schon im Jahr 839 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zur Nachbargemeinde Oberböbingen. 1938 wurde die Eingliederung nach Herlikofen verfügt.

        Lindach wurde 1328 erstmals erwähnt. Teile des Ortes standen schon früh unter württembergischer Herrschaft. Dennoch verkauften die Herren von Rechberg ihre Teile an die Schenken von Limpurg. Danach wechselte die Herrschaft mehrmals, doch war Württemberg als Lehnsherr stets daran beteiligt. Durch Unterstützung Württembergs wurde die Reformation eingeführt. Ab 1751 gehörte Lindach zum Kammergut Württemberg und wurde dem Amt Heubau angegliedert. Nach dessen Auflösung kam es zum Oberamt Gmünd.

        Rechberg wurde 1179 erstmals erwähnt. Die Herren von Rechberg konnten sich im Laufe der Geschichte ein kleines Herrschaftsgebiet erwerben. Sie spaltete sich jedoch in mehrere Linien auf. Im 15. Jahrhundert umfasste die Herrschaft Hohenrechberg fünf Ämter: Hohenrechberg, Eislingen, Eschach, Wengen und Heuchlingen. Ein Versuch die Reichsunmittelbarkeit zu erlangen misslang, doch wurden die Herren von Rechberg 1607 in den Grafenstand erhoben. 1802 kam ihr Gebiet an Württemberg. Der Hauptort Rechberg wurde 1808 eine Gemeinde im Oberamt Gmünd, dem einige kleiner Weiler angehörten.

        Straßdorf wurde 1269 als „Strasdorf“ erstmals erwähnt. Der Ort gehörte den Herren von Rechberg, doch erlangte auch die Reichsstadt Gmünd Teile des Ortes, so dass er bis 1803 eine rechbergischen und einen gmünder Schultheißen hatte. Dann fiel der gmündische Teil an Württemberg. Der rechbergische Teil folgte 1806. 1809 wurden beide Teil als Gemeinde Straßdorf dem Oberamt Gmünd zugeordnet. Die heute zu Straßdorf gehörigen Weiler gehörten wie der Hauptort selbst teilweise zu Rechberg, teilweise zur Reichsstadt Gmünd.

        Weiler in den Bergen wurde 1345 als „Wiler“ erstmals erwähnt. Eine spätere Bezeichnung war „Im Größeren Weiler“. Wie Straßdorf gehörte der Ort teils zu Rechberg, teils zur Reichsstadt Gmünd. 1587 verkauften die Rechberger ihren Teil an die Reichsstadt, die fortan alleiniger Herrscher war. Der Ort gehörte zum Amt Bettringen und kamt 1802 mit Gmünd an Württemberg. Zunächst noch von Bettringen aus verwaltet wurde es 1819 eine selbständige Gemeinde innerhalb des Oberamts Gmünd. Bereits 1807 war der Namen in „Weiler in den Bergen“ geändert worden.


        Religionen

        Die Bevölkerung von Schwäbisch Gmünd gehörte ursprünglich zum Bistum Augsburg und war dem Landkapitel Lorch unterstellt. Unter Andreas Althamer sollte ab 1524 die Reformation eingeführt werden, doch scheiterte dies am Widerstand des Gmünder Rates. Schwäbisch Gmünd war somit über Jahrhunderte eine überwiegend katholische Stadt. Seit der Reformation gehörte sie zum Kapitel Gmünd innerhalb des Archidiakonats Ries.

        thumb|Heilig-Kreuz-Münster
        Zunächst Filial von Lorch wurde die Pfründe in Gmünd 1297 dem Domkapitel Augsburg verkauft. Doch kaufte es der Rat 1544 wieder zurück. Die Pfarrei zu Unserer Lieben Frau, später auch Heilig Kreuz (heute Pfarrei Heilig-Kreuz-Münster), wurde Mittelpunkt des neuen Dekanats Gmünd, das nach der Reformation alle katholisch gebliebenen Pfarreien des ehemaligen Dekanats Lorch umfasste. 1761 löste sich die Gmünder Geistlichkeit von diesem Dekanat und bildete ein Kollegiatstift, das 1803 von Württemberg wieder aufgelöst wurde. Die Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau hatte mehrere Kaplaneien. Neben dem Heilig-Kreuz-Münster gab es weitere Kirchen und Kapellen bzw. Klöster. So gibt es eine erwähnte Johannes-Kapelle (heute die zur Münsterpfarrei gehörige Johanneskirche). Auf dem Friedhof befindet sich die St. Leonhardskapelle von 1471, die mehrmals verändert wurde. Die St. Nikolauskapelle und die St. Michaelskapelle von 1504 wurden 1807, die St. Veitskapelle bereits 1803 abgebrochen. Ebenso erging es der St. Margaretenkapelle 1811, der St. Joos- oder Georgskapelle 1827 und der St. Theobaldskapelle 1834. Die zahlreichen Klöster wurde nach dem Übergang an Württemberg zwischen 1802 und 1810 aufgelöst. Es bestanden bis dahin das Augustiner-Eremiten-Kloster (ab 1284), ein Franziskanerkloster (13. Jahrhundert), ein Dominikanerkloster (seit 1294), ein Kapuzinerkloster (1644), Franziskaner-Tertianerinnenkloster zum Hl. Ludwig (1445) und ein Dominikanerinnenkloster zu Gotteszell (gegründet angeblich 1240). Die Klostergebäude wurden teilweise säkularisiert. Aus der Dominikanerkirche wurde zum Beispiel ein Stall, Gotteszell wurde zum Gefängnis umgebaut. Die Franziskanerkirche wurde hingegen als Kirche weitergenutzt, die 1909 zur Pfarrkirche St. Franziskus erhoben wurde. Die Augustinerkirche wurde zur evangelischen Pfarrkirche (siehe unten).

        Neben den alten katholischen Pfarreien entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg weitere Pfarreien und Kirchen in Schwäbisch Gmünd, so 1962 die Pfarrei St. Peter und Paulus in der Hardt-Siedlung (Kirche von 1958), 1970 die Pfarrei St. Michael (Kirche von 1968) sowie 1967 die Seelsorgestelle St. Pius. Diese Kirchengemeinden (Heilig Kreuz, St. Michael, St. Franziskus mit Seelsorgestelle St. Pius und St. Petrus und Paulus) bilden heute die Seelsorgeeinheit 1 Schwäbisch Gmünd-Mitte innerhalb des Dekanats Schwäbisch Gmünd, das seit 1821 zum neuen Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) gehört.

        Auch die meisten Stadtteile Schwäbisch Gmünds blieben nach der Reformation katholisch, weil sie entweder zur Reichsstadt Gmünd oder zur Herrschaft Rechberg gehörten, die ebenso die Reformation nicht akzeptierte. Daher gibt es dort jeweils katholische Kirchengemeinden und Kirchen. Sie sind heute zu verschiedenen Seelsorgeeinheiten zusammengeschlossen, die zum Teil auch Gemeinden außerhalb des Stadtgebiets von Schwäbisch Gmünd umfassen und alle zum Dekanat Schwäbisch Gmünd des Bistums Rottenburg-Stuttgart gehören. Im Einzelnen handelt es sich um die Gemeinden St. Maria Hohenrechberg, St. Cyriakus Straßdorf, St. Laurentius Waldstetten und St. Johannes Baptist Wißgoldingen (=Seelsorgeeinheit 2 Unterm Hohenrechberg), St. Jakobus Bargau, St. Michael Weiler in den Bergen mit Filiale Mariä Namen Degenfeld, St. Cyriakus Bettringen (=Seelsorgeeinheit 3 Unterm Bernhardus), St. Albanus Herlikofen, St. Leonhard Hussenhofen, St. Martinus Iggingen (=Seelsorgeeinheit 5 Am Limes) sowie St. Georg Mutlangen (mit Heilig-Geist-Kirche Lindach), St. Maria Wetzgau-Rehnenhof (mit den Kirchen St. Coloman in Wetzgau und St. Maria in Rehnenhof), Christus König Großdeinbach (=Seelsorgeeinheit 8 Limeshöhe).

        Protestanten kamen erst nach dem Übergang an Württemberg wieder nach Schwäbisch Gmünd. 1806 wurde die ehemalige Augustinerkirche evangelische Garnisonskirche. 1817 wurde sie die erste protestantische Pfarrkirche Gmünds, diese wurde 1951 Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd) innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1951 die Martin-Lutherkirche im Rehnenhof, 1961 die Friedenskirche und später in der Weststadt eine weitere Kirchengemeinde gegründet. Diese vier Kirchengemeinden bilden heute mit der 1969 errichteten Johannesgemeinde Hussenhofen die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Gmünd. In den bereits seit der Reformation evangelisch gewordenen Stadtteilen Degenfeld, Großdeinbach und Lindach gibt es jeweils eine evangelische Kirchengemeinde und eine Kirche. Zur Gemeinde Degenfeld gehört auch Unterbettringen (eigene Kirche von 1967) und Weiler in den Bergen. Die Pfarrei Großdeinbach wurde erst 1897 errichtet (zuvor Filiale von Lorch). Die evangelischen Bewohner aus Bargau werden von der Nachbargemeinde Heubach, die aus Rechberg und Straßdorf von Waldstetten betreut. Alle genannten evangelischen Kirchengemeinden im Gmünder Stadtgebiet gehören zum Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd. Ferner gibt es in Schwäbisch Gmünd Altpietistische Gemeinschaften. Der Altpietistische Gemeinschaftsverband unterhält im Stadtteil Rehnenhof sein Tagungs- und Erholungshaus Schönblick. Inzwischen gibt es dort auch eine Evangelische Gemeinde („Gemeinschaftsgemeinde“).

        Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Schwäbisch Gmünd auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangeliumschristen-Gemeinde, die Neuapostolische Kirche und Jehovas Zeugen.


        Einwohnerentwicklung

        Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

        Jahr Einwohnerzahlen
        1810 5.341
        1823 5.650
        1843 7.152
        1855 7.589
        1861 8.298
        1. Dezember 1871 10.739
        1. Dezember 1880 ¹ 13.774
        1. Dezember 1890 ¹ 16.817
        1. Dezember 1900 ¹ 18.699
        1. Dezember 1910 ¹ 21.312
        16. Juni 1925 ¹ 20.406
        16. Juni 1933 ¹ 20.131
        Jahr Einwohnerzahlen
        17. Mai 1939 ¹ 21.940
        1946 30.748
        13. September 1950 ¹ 33.448
        6. Juni 1961 ¹ 44.587
        27. Mai 1970 ¹ 44.407
        31. Dezember 1975 56.422
        31. Dezember 1980 56.901
        27. Mai 1987 ¹ 56.754
        31. Dezember 1990 60.081
        31. Dezember 1995 63.734
        31. Dezember 2000 61.946
        31. Dezember 2005 61.350

        ¹ Volkszählungsergebnis


        Eingemeindungen

        In die Stadt Schwäbisch Gmünd wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen eingegliedert:

        • 1938: Wetzgau (Gemeinde Großdeinbach)
        • 1. April 1959: Bettringen (bis 1934 Gemeinde Oberbettringen mit Ortsteil Unterbettringen)
        • 1. Januar 1969: Herlikofen (mit Hussenhofen und dem 1938 von Oberböbingen eingegliederten Zimmern)
        • 1. Januar 1971: Bargau, Degenfeld und Weiler in den Bergen
        • 1. Juli 1971: Lindach
        • 1. März 1972: Großdeinbach
        • 1. April 1972: Straßdorf
        • 1. Januar 1975: Rechberg


        Politik


        Gemeinderat

        Der Gemeinderat besteht seit der letzten Kommunalwahl am 13. Juni 2004 aus 55 Mitgliedern, deren Amtszeit 5 Jahre beträgt. Die Sitze verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:

        • CDU 28 Sitze
        • SPD 14 Sitze
        • GRÜNE 6 Sitze
        • FDP/DVP 4 Sitze
        • FW Frauen 3 Sitze


        Bürgermeister

        1802 wurde die württembergische Städteverfassung eingeführt. An der Spitze der Stadt stand dann ein Bürgermeister, ab 1819 der „Stadtschultheiß“. Diese führten seit Mitte des 19. Jahrhunderts meist die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister, wobei diese Bezeichnung spätestens seit 1933 obligatorisch ist. Heute wird der Oberbürgermeister von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“ und ein weitere Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

        • 1796–1804: Josef Alois Beiswenger
        • 1803–1817: Mathias Alexander Herzer
        • 1818–1841: Dr. Georg Mühleisen
        • 1841–1848: Franz Josef Steinhäuser
        • 1849–1877: Wilhelm August Gottlieb Kohn
        • 1878–1893: Adolf Untersee
        • 1894–1922: Paul Anton Möhler
        • 1923–1934/35: Carl Lüllig
        • 1934: Dr. Carl Haegele
        • 1934–1945: Franz Josef Konrad
        • 1945–1946: Josef Emil Rudolph, kommissarisch
        • 1946–1948: Franz Arnold Czisch
        • 1948–1954: Hermann Kah
        • 1954–1956: Franz Josef Konrad
        • 1957–1965: Dr. Julius Bruno Theodor Klaus
        • 1965–1969: Hansludwig Scheffold
        • 1970–1985: Dr. Norbert Schoch
        • 1985–1992: Dr. Wolfgang Schuster
        • 1992–2001: Dr. Gerhard Rembold
        • 2001–heute: Wolfgang Leidig

        thumb|Historisches Wappen am Rathaus, links der Reichsadler, rechts das noch heute geführte weiße Einhorn


        Wappen und Flagge

        Das Wappen der Stadt Schwäbisch Gmünd zeigt in Rot ein aufgerichtetes silbernes Einhorn. Die Stadtflagge ist weiß-rot. Das Einhorn ist bereits im 13. Jahrhundert auf einem Stadtsiegel belegt.


        Städtepartnerschaften

        Schwäbisch Gmünd unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

        • Barnsley (Vereinigtes Königreich), seit 1971
        • Antibes (Frankreich), seit 1976
        • Bethlehem, PA (USA), seit 1991
        • Székesfehérvár (Ungarn), seit 1991
        • Faenza (Italien), seit 2001


        Patenschaft

        • 1953 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Deutschen aus der Stadt Brünn übernommen.


        Wirtschaft und Infrastruktur


        Verkehr

        Die Stadt Schwäbisch Gmünd liegt an der Bahnstrecke Stuttgart–Aalen (Remsbahn). Dort hält zweistündlich ein Intercity-Zug der Linie Karlsruhe–Stuttgart–Aalen–Nürnberg, sowie stündlich der Regionalexpress der Linie Stuttgart–Aalen. Die nächsten Anschlüsse an die Bundesautobahn sind Aalen/Westhausen und Aalen-Süd/Oberkochen an der A 7 (Würzburg–Füssen).

        Durch das Stadtgebiet führt die Bundesstraße B 29 Stuttgart–Aalen. Ferner beginnt hier die B 298 nach Schwäbisch Hall. Im Stadtgebiet versorgen mehrere Buslinien den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

        Ein Fahrradweg nach Göppingen befindet sich auf der Trasse der abgebauten Hohenstaufenbahn.


        Umweltzone

        In der Kernstadt von Schwäbisch Gmünd gilt ab dem 1. Januar 2008 (ursprünglich 1. Juli 2007, Startzeitpunkt wegen fehlender Verwaltungsvorschriften verschoben) die Feinstaubplakettenpflicht. Alle Fahrzeuge die ab diesem Zeitpunkt in oder durch die Kernstadt fahren (gilt auch auf der B 29), müssen mindestens der Schadstoffgruppe 2 angehören. Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1 (ohne Plakette) unterliegen einem Fahrverbot.

        Zum 1. Januar 2012 wird das Fahrverbot nach der Kennzeichnungsverordnung auch auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2 (rote Plakette) ausgeweitet.Luftreinhalte-Aktionsplan für den Regierungsbezirk Stuttgart – Teilplan Schwäbisch Gmünd


        Gerichte, Behörden und Einrichtungen

        Schwäbisch Gmünd ist Sitz des Regionalverbands Ostwürttemberg und einer Außenstelle des Landratsamt Ostalbkreis.

        Die Stadt verfügt auch über ein Finanzamt, ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Ellwangen und somit zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört, und ein Notariat. Als Insolvenzgericht ist das Amtsgericht Aalen für den Amtsgerichtsbezirk Schwäbisch Gmünd zuständig.

        Ferner hat die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL) in Schwäbisch Gmünd ihren Sitz.

        In Schwäbisch Gmünd ist außerdem das für die Landkreise Göppingen, Schwäbisch Hall, den Hohenlohe-, den Ostalb- und den Rems-Murr-Kreis zuständige Kreiswehrersatzamt.

        Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Schwäbisch Gmünd der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Das Dekanat Schwäbisch Gmünd des Bistums Rottenburg-Stuttgart wurde am 30. Juni 2006 aufgelöst und in das neue Dekanat Ostalb integriert.


        Ansässige Unternehmen

        thumb|Blick in die Ott Pausersche Silber- und Goldwarenfabrik (heute Museum)
        Im 17. Jahrhundert siedelte sich das auch heute noch stark vertretene Gold- und Silberhandwerk an. Auch das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (FEM) befindet sich in Schwäbisch Gmünd. Parallel zum Gold- und Silberhandwerk siedelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Uhrenindustrie an. Die Firma Bifora-Uhren war bis Ende der 1970er Jahre die größte und bedeutendste Spezialfabrik für Armbanduhren in Deutschland und somit auch federführend in Sachen Entwicklung.

        Heute sind die in Schwäbisch Gmünd vorherrschenden Wirtschaftszweige Automobilzulieferung, Designbüros und Schmuckhandwerk. Schwäbisch Gmünd schmückt sich mit dem Titel „Gold- und Silberstadt“.

        Überregionale Bedeutung haben darüber hinaus folgende Unternehmen:

        • Gmünder Ersatzkasse (GEK), die mit 1,5 Millionen Versicherten in allen 16 Bundesländern eine der großen deutschen Krankenkassen ist und die in Schwäbisch Gmünd ihre Hauptverwaltung mit etwa 700 Mitarbeitern hat.
        • Die Schleich GmbH, ein 1935 von Friedrich Schleich gegründetes Unternehmen, das vor allen Dingen durch Spielzeugfiguren bekannt geworden ist.
        • Das Pharma- und Körperpflegeunternehmen Weleda.
        • ZF Lenksysteme GmbH – weltweit tätiger Automobilzulieferer für PKW- und LKW-Lenkungen, mit ca. 4200 Mitarbeitern größter Arbeitgeber vor Ort.


        Medien

        In Schwäbisch Gmünd erscheinen als Tageszeitungen die Rems-Zeitung und die Gmünder Tagespost, eine Lokalausgabe der Südwest Presse aus Ulm.


        Bildungseinrichtungen

        In Schwäbisch Gmünd gibt es eine Pädagogische Hochschule, ein pädagogisches Fachseminar und je ein staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschule bzw. Realschule). Außerdem gibt eine Fachhochschule für Kommunikations- und Produktgestaltung, die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd (HfG). Rund 1500 Studierende nutzen das Gmünder Fernstudienzentrum der Fernuniversität HagenFernstudienzentrum Schwäbisch Gmünd auf der Website des Regionalverbandes Ostwürttemberg.

        thumb|Landesgymnasium für Hochbegabte
        Die Stadt ist Träger von drei allgemeinbildenden Gymnasien (Hans-Baldung-, Parler- und Scheffold-Gymnasium), der Schulverband Landesgymnasium für Hochbegabte ist Träger des Landesgymnasiums für Hochbegabte mit Internat Schwäbisch Gmünd (LGH). Das Staatliche Aufbaugymnasium mit Heim (ABG) wurde zwischenzeitlich geschlossen.

        Die Stadt ist ferner Träger von zwei Realschulen (Adalbert-Stifter- und Schiller-Realschule), einer Förderschule (Pestalozzischule), acht Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Eichenrainschule Lindach, Friedensschule, Mozartschule Hussenhofen, Rauchbeinschule, Römerschule Straßdorf, Scheuelbergschule Bargau, Stauferschule und Uhlandschule Bettringen) sowie sechs selbständigen Grundschulen (Großdeinbach, Hardt, Weiler in den Bergen, Klösterleschule, Scherr-Grundschule Rechberg und Theodor-Heuss-Schule Herlikofen).

        Der Ostalbkreis ist Schulträger der Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schule, Agnes-von-Hohenstaufen-Schule – Hauswirtschaftliche Schule und Kaufmännische Schule) sowie der Klosterbergschule für Geistig- und Körperbehinderte.

        Folgende privaten Schulen runden das schulische Angebot in Schwäbisch Gmünd ab:
        Abendrealschule Schwäbisch Gmünd, Franziskus-Schule (Katholische Grundschule in freier Trägerschaft), Freie Evangelische Schule Domino Servite Schule e. V. Lindach (Grund- und Realschule), Freie Waldorfschule Schwäbisch Gmünd, Canisius-Schule Schule für Erziehungshilfe, Institut für Sozialpädagogische Berufe, Kaufmännische Berufsfachschule A. und S. Stadelmaier, Martinusschule Private Sonderschule für Geistigbehinderte, Private Berufsfachschule Dr. Engel, Private Schule für Gehörlose und Schwerhörige St. Josef und Privater Schulkindergarten für Geistigbehinderte der Lebenshilfe e. V, Technische Akademie für berufliche Bildung.


        Kultur und Sehenswürdigkeiten


        Theater

        Im Congress-Centrum Stadtgarten finden regelmäßig Theatervorstellungen statt.


        Museen

        thumb|das Dominikanerkloster „Prediger“
        Das „Museum im Prediger“ wurde 1876 als Kunstgewerbemuseum gegründet und ist seit 1973 im ehemaligen Dominikanerkloster („Prediger“) untergebracht. Es zeigt Kunst und Kunstgewerbe und gehört zu den ältesten Museen Südwestdeutschlands. Im Prediger ist seit 1994 auch die „Galerie im Prediger“ untergebracht.

        Die Ott-Pausersche Fabrik ist ein Silberwaren- und Bijouteriemuseum.


        Bauwerke

        thumb|Die spätromanische Johanniskirche
        thumb|Blick aus dem Königsturm in Richtung Johanneskirche
        Das Wahrzeichen Schwäbisch Gmünds ist das Münster, das im 14. Jahrhundert von Heinrich Parler, dessen Sohn Peter Parler als Baumeister in Prag berühmt wurde, im gotischen Stil entworfen wurde. Es ist die größte Hallenkirche Süddeutschlands.

        Sonstige bedeutende Bauwerke in der Kernstadt sind der „Prediger“, das ehemalige Dominikanerkloster, das jetzt als Kulturzentrum genutzt wird, das ehemalige Kloster Gotteszell, das heute Strafanstalt ist, das Neue Rathaus von 1760, der „Grät“ (ehemaliges Rathaus aus dem 14. Jahrhundert) sowie zahlreiche Privathäuser. Auf dem Münsterplatz steht die Mariensäule von 1693, auf dem Marktplatz der Marienbrunnen von 1776.

        Weitere Kirchen in der Kernstadt neben dem Heilig-Kreuz-Münster sind die 1317 als Johannes-Kapelle erwähnte Johanniskirche, die 1471 erwähnte St. Leonhardskapelle auf dem Friedhof, die mehrmals verändert wurde, die Pfarrkirche St. Franziskus (ehem. Klosterkirche der Franziskaner) und die evangelische Pfarrkirche, die ehemalige Augustinerkirche. An Kapellen sind noch vorhanden die Herrgottsruhkapelle von 1622, die 1791 erweitert wurde, die Josephskapelle, eine 1677/78 erbaute Nachbildung der Herrgottsruhkapelle, die Wallfahrtskapelle St. Salvator am Nepperstein, erbaut ab 1616 und die St. Katharinenkapelle des ehemaligen Siechenspitals, die im Kern aus dem 14. Jahrhundert stammt.

        Neuere Kirchen in der (weiteren) Kernstadt sind die St. Peter und Paulus in der Hardt-Siedlung (erbaut 1958), die Kirche St. Michael (erbaut 1968) und die Kirche St. Pius von 1967 sowie die evangelische Friedenskirche von 1961.

        In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:

        • St. Jakobus Bargau, erbaut 1911 im neuromanischen Stil unter Einbeziehung einer Sakramentsnische der alten Kirche aus dem 15. Jahrhundert
        • St. Cyriakus Oberbettringen, erbaut 1813, die Vorgängerkirche wurde bereits 1397 erwähnt
        • Evangelische Friedenskirche Oberbettringen, erbaut 1970
        • St. Ottilie Unterbettringen, ehemalige Wallfahrtskirche, romanische Kirche mit gotischem Gewölbe und Schiff von 1757
        • Evangelische Versöhnungskirche Unterbettringen, erbaut 1968
        • Evangelische Kirche Degenfeld (ehemals St. Sebastian und Waldburg), erbaut im 12. Jahrhundert, das Schiff wurde später verlängert, der Turmoberbau stammt aus dem 16./17. Jahrhundert
        • Katholische Filialkirche Mariä Namen Degenfeld, erbaut 1935
        • Evangelische Kirche Großdeinbach, erbaut 1900 von Dolmetsch; eine Kapelle wurde bereits 1496 erbaut, 1671 abgebrochen, dann aber wieder aufgebaut.
        • Christus König Großdeinbach, erbaut 1964
        • St. Albanus Herlikofen, erbaut 1835 im neuromanischen Stil, die Vorgängerkirche, eine Kapelle, stammte aus der Mitte des 15. Jahrhunderts
        • St. Leonhard Hussenhofen, erbaut 1967, die Vorgängerkirche von 1913 wurde 1969 an die evangelische Kirchengemeinde verkauft, die sie seither als Johanneskirche nutzt.
        • Evangelische Kirche Lindach, eine mittelalterliche Kapelle, an die 1524 ein gotischer Turm angebaut wurde
        • Heilig-Geist-Kirche Lindach, erbaut 1971
        • St. Maria Hohen-Rechberg, Wallfahrtskirche, erbaut 1686 mit Turm von 1774.
        • St. Maria Rehnenhof; erbaut 1960
        • Evangelische Martin-Luther-Kirche Rehnenhof, erbaut 1951
        • St. Cyriakus Straßdorf, erbaut 1914/15
        • Ehemalige Pfarrkirche St. Cyriakus Straßdorf, heute Friedhofskirche, romanische Turmchoranlage mit späteren Veränderungen
        • Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit Straßdorf im barockem Stil neu erbaut
        • St. Michael Weiler in den Bergen, romanisch mit mehreren Veränderungen. Nach Kriegsschäden 1946 vergrößert.
        • St. Koloman Wetzgau, 1447 nach Zerstörung der Vorgängerkirche neu erbaut; ältere Teile noch sichtbar


        Musik

        Schwäbisch Gmünd hat ein reichhaltiges Musikleben mit vielen Chören und Musikvereinen in den verschiedenen Teilorten. Daneben existiert mit der Philharmonie Schwäbisch Gmünd ein Laienorchester (Leitung Tarmo Vaask), das zwei- bis dreimal im Jahr Orchesterwerke vom Barock bis ins 20. Jahrhundert hinein einstudiert und aufführt. Parallel dazu hat es sich als eigene Vereinigung der Philharmonische Chor Schwäbisch Gmünd (Leitung Hubert Beck) zur Aufgabe gemacht, regelmäßig größere Chorwerke aufzuführen.
        Im Bereich der Jugendkultur haben sich zentrale Abi-Party-Großveranstaltungen mit mehrtägiger Dauer etabliert. Die Punk- und Reggae-orientierte Jugend findet im Esperanza ihren Treffpunkt. Im House-Bereich bleibt der Club Barcode als Anlaufstelle. Mainstream-Liebhaber finden sich im Musikpark B29, allerdings sind hier Live-Musik-Veranstaltungen eher selten. Im Bereich der elektronischen Tanzmusik ist am Wochenende von jeher eine Abwanderungswelle nach Stuttgart zu beobachten, obwohl es in Schwäbisch Gmünd Musikproduzenten auch dieses Genres gibt.


        Sport

        Der 1904 gegründete Fußballverein 1. FC Normannia Schwäbisch Gmünd spielt in der Oberliga Baden-Württemberg.

        Zudem ist in Schwäbisch Gmünd der Handball sehr beliebt. Lokalmatador ist hier der TSB Schwäbisch Gmünd, dessen 1. Mannschaft in der Saison 2007/2008 in der Württemberg-Liga (4. Liga) starten wird.

        Momentan am erfolgreichsten ist jedoch die weibliche Volleyballmannschaft der DJK Schwäbisch Gmünd, welche 2007 durch zwei Aufstiege in Folge in der Regionalliga spielt.


        Regelmäßige Veranstaltungen

        Seit dem Jahr 1989 findet jährlich im Juli und August das Festival Europäische Kirchenmusik statt. Mit über 15.000 Besuchern pro Saison erreicht das Festival eine Anziehungskraft, die weit über den süddeutschen Raum hinaus reicht. Auf dem Programm steht ein musikalisches Repertoire vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Neben internationalen Ensembles gastieren junge Nachwuchstalente. Hinzu kommen Wettbewerbe für Komposition geistlicher Musik und Orgelimprovisation, Auftragskompositionen und Uraufführungen. Die Stadt Schwäbisch Gmünd vergibt beim Festival seit 1999 jährlich den Preis der Europäischen Kirchenmusik an hochrangige Komponisten und Interpreten.

        Seit 1988 gibt es das immer wiederkehrende „Internationale Schattentheater Festival“. Es zieht mehrere Tausend Gäste an und entwickelte sich zum bedeutendsten Festival seiner Art in Deutschland.

        Jedes Jahr findet auch im Februar das „Internationale Guggentreffen“ (Guggenmusik) statt.

        Und seit vielen Jahrzehnten beginnt am zweiten Samstag im Juni mit dem 40er-Fest das Stadtfest, die weltweit nur in Gmünd und der näheren Umgebung vorkommende Tradition der Zusammenkunft der Jahrgänge im Altersgenossenverein (AGV), die „Nullen“. Jeweils samstags eine Woche später folgen die 50er, 60er, 70er und 80er.

        Zuerst wird der Beginn des Umzuges mit drei lauten Kanonenschüssen angekündigt.
        Dann ziehen die Teilnehmer des entsprechenden Jahrgangs, die Herren in Frack und die Damen in individueller Eleganz, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung durch den Stadtkern.

        Der Höhepunkt des Straßenzuges findet auf dem Marktplatz vor der Johanniskirche statt: Es öffnet sich das oberste Fenster des Kirchturms, und drei Trompetenspieler blasen das Lied vom „Alois“ an. Alle anwesenden Einheimischen singen mit. „Grüß de Gott, Alois“ und „zahl a Maß, Alois“ sowie „Leck mi am Arsch, Alois“; es ist ein Hinweis auf das Sparsame oder das Rebellische im Schwaben. Bei der letzten Strophe drehen sich die AGVler um zeigen dem Alois die Rückseite.

        Die Altersgenossenvereine sind rechtlich selbständige Vereine (e. V.) mit einem eigenem Dachverband. Der Jahrgangsverein der 80er löst sich im Jahr seines letzten Umzuges selber auf.

        Im Stadtteil Hussenhofen findet jährlich im September das Sträublesfest statt.


        Persönlichkeiten


        Ehrenbürger

        Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

        • 1866: Prof. Wilhelm Frey, Lehrer
        • 1886: Josef Anton Durst, Oberlehrer
        • 1889: Johann Ernst Heinrich Georg Emil König, Finanzrat
        • 1890: Julius Gustav Erhard, Kommerzienrat
        • 1890: Anton Pfitzer, Stadtpfarrer
        • 1891: Julius Römer, Landgerichtsrat
        • 1901: Dr. Anton Bruno Klaus, Rektor
        • 1904: Prof. Wilhelm Widemann, Künstler
        • 1914: Adolf Saile, Dekan und Stadtpfarrer
        • 1919: Paul Möhler, Oberbürgermeister
        • 1924: D. Paul Wilhelm Franz von Keppler, Bischof von Rottenburg
        • 1929: Prof. Dr. Robert von Ostertag, Ministerialrat
        • 1929: August Waldenmaier, Privatmann in San Francisco
        • 1935: Prof. Dr.-Ing. Karl Haussmann, Geh. Regierungsrat
        • 1937: Alfons Bauer, Studienrat
        • 1945: Hermann Julius Erhard, Kommerzienrat
        • 1946: Walter Otto Klein, Schriftsteller und Forscher
        • 1952: Hermann Erhard, Fabrikant
        • 1960: Josef Bidlingmaier, Fabrikant (Bifora-Uhren)
        • 1969: Albert Deibele, Oberstudienrat
        • 1981: Erich Ganzenmüller, Landtagspräsident


        Söhne und Töchter der Stadt

        • Hans Judenkönig (um 1450–1526), Lautenspieler
        • Jörg Ratgeb (um 1480–1526), Maler
        • Hans Baldung (1484/85–1545), genannt Grien, Maler
        • Jakob Woller (um 1510–1564), Bildhauer
        • Leonhard Baumhauer (um 1535–1604), Bildhauer
        • Erhard Barg (1544-nach 1603), Bildhauer
        • Leo Ignatz Stadlinger (1792–1872), General, Verfasser der Geschichte des württembergischen Kriegswesens
        • Johann Wilhelm Baumeister (1804–1846), Tierarzt und Pferdemaler
        • Julius Erhard (1820–1898), Metallfabrikant
        • Emanuel Leutze (1824–1868), deutsch-US-amerikanischer Maler
        • Paul Wilhelm Keppler (1852–1926), Bischof von Rottenburg
        • Hermann Weller (1878–1956), Indologe und neulateinischer Dichter
        • Karl Nägele (1880–1949), Bildhauer (von 1908 bis zu seinem Tod in Sigmaringendorf)
        • Augustinus Hieber (1886–1968), „Segenspfarrer vom Allgäu“
        • Wilhelm Baur (1895–1973), Verleger und Chefredakteur der Badischen Neuesten Nachrichten, Stadtrat (CDU) und seit 1969 Ehrenbürger von Karlsruhe
        • Helmut Ohnewald (* 1936), deutscher Politiker (CDU) und Jurist, 1991/92 Justizminister von Baden-Württemberg
        • Dieter Schulte (* 1941), deutscher Politiker
        • Harald Wiedmann (* 1945), deutscher Manager, Präsident des Deutschen Standardisierungsrates
        • Rudolf Böhmler (* 1946), deutscher Politiker (CDU) und Staatssekretär in Baden-Württemberg
        • Vincent Klink (* 1949), Meisterkoch, Fernsehkoch und Herausgeber der Zeitschrift Häuptling Eigener Herd
        • Werner Koczwara (* 1957), Kabarettist
        • Klaus Graf (* 1958), Historiker
        • Aron Strobel (* 1958), Gitarrist und Gründungsmitglied der Band Münchener Freiheit
        • Achim Feifel (* 1964), Fußballtrainer
        • Christof Arnold (* 1970), Schauspieler


        Sonstige Persönlichkeiten

        • Peter Parler (1330–1399), Architekt und Steinmetz. Er nannte sich lebenslang „Peter Parler von Gmünd“
        • Wenzel Aloys Stütz (1772–1806), Arzt und medizinischer Schriftsteller
        • Bernhard Kaißer (1834–1918), Lehrer und Autor
        • Peter Ustinov (1921–2004), britischer Schauspieler und Schriftsteller, in Schwäbisch Gmünd getauft
        • Fereshta Ludin (* 1971), durch das Kopftuchurteil bekannt gewordene Pädagogin


        Bilder


        Literatur

        • Klaus Jürgen Herrmann, Ulrich Müller: Kleine Geschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd. DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 2006.


        Weblinks

        • Internetpräsenz der Stadt Schwäbisch Gmünd
        • Stadtgeschichtliches
        • Schwäbisch Gmünd – The oldest Staufer Town (englisch)


        Quellen

        Links

        • Mikroplankton

          Als Mikroplankton werden im Wasser lebende Kleinstorganismen zusammengefasst, die man nur unter dem Mikroskop erkennen kann. Sie können sowohl dem Phyto- als auch dem Zooplankton angehören.
          Die einzelligen Organismen des Mikroplanktons können sich unter günstigen Bedingungen schnell vermehren und durch ihre Massenansammlungen das Wasser verfärben. Durch die Produktion giftiger Substanzen können sie auch zum Absterben anderer Organismen führen oder die menschliche Gesundheit gefährden.

          Links

          • Philipp Ludwig

            Den Namen Philipp Ludwig tragen:

            • Philipp Ludwig (Pfalz-Neuburg) (1547-1614), Pfalzgraf und Herzog von der Pfalz-Neuburg
            • Philipp Ludwig Freiherr von Reiffenberg (????-1686), erster Statthalter Erfurts

            Links

            • Charlotte von Savoyen

              Charlotte von Savoyen, Charlotte di Savoia (* 11. November 1441; † 1. Dezember 1483 in Amboise), Tochter von Herzog Ludwig von Savoyen und dessen Frau Anne de Lusignan, (Prinzessin von Zypern; * ca. 24. September 1419; † 11. November 1462).

              Charlotte heiratete am 9. März 1451/1457 König Ludwig XI. von Frankreich (* 3. Juli 1432; † 30. August 1483) und gebar die Kinder:

              • Joachim (* Juli 1459, † November 1459)
              • Louise (*/† 1460)
              • Anne (* 1462, † 1522)
              • Jeanne (* 23. April 1464, † 1505)
              • Louis (* 1467, † 1467)
              • Karl VIII. (* 30. Juni 1470, † 1498)
              • Francois (* 3. September 1472, † 1473)

              Links

              • Ipschemuabi

                Ipschemuabi war ein König von Byblos, der um 1790 v. Chr. regierte.

                Ipschemuabi ist vor allem von seinem Grab (Nr. II) in der Königsnekropole von Byblos bekannt. Das Grab fand sich größtenteils unberaubt und enthielt noch eine Reihe wertvoller Objekte und war reicher als das seines Sohnes Abischemu ausgestattet welches sich auch ungeplündert und durch einen Gang mit diesem verbunden, fand. In der Grabkammer von Grab II stand zunächst der große undekorierte Sarkophag des Herrschers, der aus weißem Kalkstein gehauen war. Um den Sarkophag waren diverse Beigaben angeordnet, worunter sich vor allem Tongefäße befanden. In dem Sarkophag fanden sich weitere Beigaben, darunter vergoldete Waffen, Spiegel, die wohl aus Ägypten stammen und goldener Schmuck, darunter ein Pektoral, dass mit verschiedenen Steinen eingelegt war, ein Halskragen, ein Anhänger in der Form einer Muschel mit dem Bild eines Falken und dem Namen Ipschemuabi in einer Kartusche geschrieben. Es fand sich eine teils vergoldete Obsidiantruhe mit dem Namen des ägyptischen Pharaos Amenemhet IV.. Ein Silbergefäß stammt eventuell aus dem ägäischen Raum. Von der Leiche fanden sich kaum noch Reste.

                Der Name des Herrschers fand sich auf zwei Objekten, wobei er sich einmal ausdrücklich als Sohn des Abischemu bezeichnet. Er trägt er den ägyptischen Titel 3.tj- n kpn - Bürgermeister von Byblos. Durch die Beigaben ist Ipschemuabi als Zeitgenosse von Amenemhet IV. datierbar. Seine reiche Grabausstattung zeigt starken ägyptischen Einfluss und bezeugt die engen Beziehungen von Byblos zu Ägypten zu dieser Zeit, die sich auch daran ablesen lassen, dass man in Byblos zu dieser Zeit die ägyptische Schrift gebrauchte.

                Siehe auch: Liste der Könige von Byblos


                Literatur

                • Pierre Montet: Byblos et l’Egypte, Quatre Campagnes des Fouilles 1921-1924, Paris 1928 (reprint Beirut 1998: ): 143-48, 155-204.

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              Introgression

              Introgression beschreibt die Bewegung eines Gens von einer Spezies auf eine andere. Sie beschreibt das Prinzip, wie sich durch konventionelle Verdrängungszüchtung Hochleistungszüchtungen erstellen lassen, die ein bestimmtes Merkmal tragen.

              Erreicht wird Introgression meist durch diverse Rückkreuzungsverfahren, um damit unerwünschte Nebeneffekte auszumerzen.

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              Ernst (Sachsen)

              [[Bild:Dresden Fuerstenzug Ernst von Sachsen.jpg|thumb|Bildnis auf dem Dresdner Fürstenzug]]
              Ernst (* 25. März 1441 in Meißen; † 26. August 1486 bei Colditz) war Kurfürst von Sachsen, Landgraf in Thüringen und Markgraf zu Meißen.


              Leben

              Ernst war ein Sohn von Kurfürst Friedrich II. und Margaretha von Österreich und ist Stammvater der ernestinischen Linie des Hauses Wettin.
              1455 wurde er zusammen mit seinem Bruder Albrecht durch Kunz von Kaufungen im so genannten “Altenburger Prinzenraub” aus Altenburg entführt. 1461 heiratete er Prinzessin Elisabeth von Bayern. Von 1464 an war er bis zu seinem Tode 1486 Kurfürst von Sachsen, die Kurländer regierte er allein, die Meißener und Thüringer Lande 21 Jahre gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht.

              Während seiner Amtszeit vergrößerten sich die wettinischen Lande beträchtlich, schließlich kam es durch den Anfall Thüringens zur Leipziger Teilung, welcher das Schicksal Sachsens nachhaltig beeinflussen sollte. Auch Städte wie Dresden oder Meißen blühten unter seiner Herrschaft auf.

              Durch einen unglücklichen Sturz von seinem Pferd starb Ernst am 26. August 1486 in der Nähe von Colditz.


              Nachkommen

              Er war mit Elisabeth von Bayern-München (1443-1484), der Tochter des bayrischen Herzogs Albrecht III. verheiratet. Sie hatten folgende Kinder:

              • Christine (1461-1521) ∞ 6. September 1478 König Johann I. von Dänemark, Norwegen und Schweden.
              • Friedrich den Weise (1462-1525)
              • Ernst (1464-1513), Erzbischof von Magdeburg (1476-1513) und Administrator von Halberstadt (1479-1513)
              • Albrecht (1467-1484) , Administrator des Erzbistums Mainz.
              • Johann der Beständige (1468-1532)
              • Margarete (* 4. August 1469 in Meißen; † 7. Dezember 1528 Weimar) ∞ 27 Februar 1487 Heinrich von Braunschweig-Lüneburg
              • Wolfgang (1473-1478).


              Weblinks

              • http://freenet-homepage.de/g.leu/ernst.htm
              • Eintrag in der ADB

              Links